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The strangest place I were.
By Der Spangenmensch | Mai 1, 2008
Aufgewacht!
In der Nightline. Lieber mal vorsichtshalber aussteigen. Du kannst nie wissen, wo du bist.
Also steige ich aus. Ich sehe auf die Uhr. 4 Uhr früh. Und wo bin ich? Das ist eine gute Frage. Ich bin definitiv zu weit gefahren, weil ich diesen Platz noch nie gesehen habe, von dem her war es sicher ein gutes, dass ich ausgestiegen bin. Wobei sich nachher herausstellen wird, dass es doch nicht ganz so gut war. Aber dazu später mehr.
Also ich stehe da, allein. Mitten im Nirgendwo. Also, so ganz stimmt das nicht. Riesige Gebäudekomplexe sind neben mir. Aber es ist kein Mensch zu sehen. Immerhin sehe ich ein blaues U und bemerke, dass ich bei der U-Bahnstation Alterlaa bin. Aber wie zum Teufel bin ich dort hingekommen? Ein Blick au den Nightline-Plan erklärt einiges. So. Alterlaa, 3km von meiner Wohnung entfernt. Die nächste Nightline kommt in 25 Minuten. Es wäre sinnlos zu Fuß zu gehen. Also heißt es warten. Ich seh mich mal um, vielleicht gibt es ja irgendwo irgendetwas zu essen, bei diesen riesigen Gebäudekomplexen. Und es sind wirklich eine Menge Essenstände in der Nähe. Doch kein einziger hat offen. Verdammt. Und keine Menschenseele zu sehen. Bis auf den kleinen Zeitungsmann, der die Österreich in diese Sonntagsboxen reintut. Also nehm ich mir mal eine Zeitung. Kostet ja nix.
15 Minuten. Ich friere. Der Wind bläst ordentlich. Bin kurz vor dem aufgeben und gehe auf ein vorbeifahrendes Taxi zu. Der Fahrer meint 15 Euro. 1 Euro für eine Minute warten. Hm, ich verzichte und überlege, ob ich nicht Auto stoppen soll. Nach einem kurzen Gedankengang halte ich das aber für keine gute Idee wegen des Ortes und der Zeit in der ich mich befinde. Also wieder warten.
Nebenbei kann ich ja Zeitung lesen. Das gute am Zeitung lesen im betrunkenen Zustand ist, dass du die Zeitung am nächsten Tag noch mal lesen kannst, weil du sowieso alles vergessen hast. Dann habe ich das Bedürfnis mich meiner Körpersäfte zu entledigen, und such mir ein ruhiges Plätzchen. Kommen nicht gerade mitten in meiner Zweisamkeit mit meinem besten Freund zwei Gestalten daher. Da seh ich eine halbe Stunde lang kein Schwein, und gerade beim Pissen kommen sie daher. Manchmal ist das Leben schon ein wenig unfair. Mir kommt der Gedanke, dass es womöglich intelligenter gewesen wäre, in der Nightline zu bleiben, weil genau der gleiche Bus wiederkommen wird und es in der Nightline nicht so kalt ist.
So, irgendwann kommt sie dann doch. Endlich im warmen Bus. Yeah. Irgendetwas scheint mir merkwürdig. Jepp, ich komme dann 7 Stationen später drauf, dass er nicht wirklich ganz zu mir fährt, nachdem der Fahrer gesagt hat „Aussteigen, Endstation!“ Aber immerhin weiß ich, wo ich bin. In der Nähe von mir. Ich kenn die Straße. Also geh ich mal in meine Richtung, immerhin wird mir beim gehen nicht so kalt. Nach ein paar 100 Meter komme ich drauf, dass ich in die falsche Richtung gehe und mache kehrt. Just in diesem Moment düst ein Bus daher und bleibt vor mir stehen. Ich steige ein und er fährt mich heim.
Danke.
Topics: fortgehen |





















Mai 5th, 2008 at 13:43
brav, pauli! brav…. aber erklär des mal den engstirnigen jugendlichen.