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    Angst!

    By Der Spangenmensch | Juli 15, 2008

    Ich werde heute Nacht während dem Schlaf eine Spinne essen, diese wird in meinem Magen Eier legen, aus denen kleine Spinnen rausplatzen, die mich dann von Innen her auffressen und ich werde dadurch höllische Qualen leiden, und werde schließlich aus Verzweiflung aus dem Fenster springen. Dabei werde ich leider so blöd aufkommen, dass ich querschnittgelähmt sein werde, aber noch am Leben. Glücklicherweise konnten die Ärzte die Spinnen entfernen, so dass es mir gut geht. Mal abgesehen davon, dass ich eine der wenigen elektrischen Rollstühle bekomme, die trotz der unglaublich pedantischen Kontrolle, mit Fehler verkauft wurden und nun rase ich auf unserer Nebengasse mit 5km/h auf die Kreuzung zur Bundesstraße hin. Glücklicherweise hat mich ein achtsamer Nachbar entdeckt und läuft auf mich zu, im letzten Moment jedoch merkt er, dass er mit seinen Flip-Flops kaum laufen kann, und er stolpert, so dass er mich nicht bremsen kann, sondern nur meine Richtung ändert. Jetzt muss ich jedoch hilflos zusehen, wie mein Rollstull Richtung Teich fährt. Blöderweise ist mein anderer Nachbar gerade auf Urlaub in der Türkei, wo es ihm auch nicht besser geht, denn nachdem er ohne Rücksicht auf die dortige Wasserqualität frischen Salat gegessen hat, und sein Darm zu rebellieren anfängt, er sich somit aufs Klo verdrücken muss, kann er seine Frau nicht retten, die gerade von lokalen Terroristen verschleppt wird, und für die man wahrscheinlich 5 Kamele in irgendeinem kleinen Basar in einem Dorf nahe Izmir bekommt, immerhin genug, um das Risiko einzugehen in einem Magic-Life Club einzubrechen.

    Zurück zu mir in meinem Rollstuhl. Ich fahre also auf den Teich meines Nachbarn zu, und habe bereits mit dem Leben abgeschlossen. Es ist aus.

    Das Ende.

    Nach 5 Minuten Dunkelheit wache ich auf, ich, der ich nie bemerkt habe, dass des Nachbarn Fischteich eigentlich nur einen halben Meter tief ist, bei bester (für meine Situation) Gesundheit. Eizig mein elektrischer Rollstuhl ist hinüber, weil er Wasser nicht so verträgt. Da auch das Wasser, im speziellen die Fische meinen elektrischen Rollstuhl nicht so vertragen, gehts denen nicht besser. Alle tot.

    Als der trauernde Nachbar in der Türkei davon erfährt, fährt er sofort nach Hause, da er sowieso nie recht glücklich mit seiner Frau war und sein Fischteich sein ein und alles war. Er erweißt seinen Fischen die letzte Ehre indem er sie verspeist. Hätte er gewusst, dass sein Diskonter-Fischfutter aus Ungarn mit Quecksilber und Blei verunreinigt war, hätte er den Fisch wahrscheinlich nicht angerührt. So setzten sich enorme Bleimengen in seinem Vorderhirnlappen an und ermöglichten einen beachtlichen Persönlichkeitswechsel bei ihm. Mein sonst so liebenswürdiger Nachbar wurde plötzlich ein wenig, wie soll ich sagen, gewalttätig. Innerhalb kürzester Zeit lief er Amok und hat die ganze Nachbarschaft ausgerottet. Leider hat er mich, querschnittgelähmt und unscheinbar wie ich war, vergessen. Da jetzt jedoch irgendwie niemand mehr da war, gab es auch keinen der mir half. Und da sich unser kluger Nachbar zum Schluss selbst hinrichtete, dauerte es 3 Tage bis die Polizei das Gemätzel entdeckte ( Es war gerade Wochenende). Ich hab das lustigerweise nicht mehr miterlebt, weil ich verdurstet bin.

    Und was lernen wir daraus?
    Spinnen sind böse!

    Topics: Geschichten, blablabla... |

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