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    Tage wie dieser.

    By Der Spangenmensch | September 11, 2008

    Das war ja wiedereinmal typisch. Da gewinnt man unglaublich gegen Frankreich, und dann verliert man gegen Litauen. Das ist so lächerlich. Als ob man Lungenkrebs überlebt, und dann beim rausgehen aus dem Krankenhaus die Stiege runterfällt und sich das Genick bricht.

    Wir sind wieder da. Die Partycrew. Und wir haben uns ein Ziel gesetzt. Besser, härter, schräger. Gestern nahmen wir uns dem sagenumwobenen Fluc an. Und siehe da, es gibt es tatsächlich. Nach mehrmaligen umrunden des Pratersterns fanden wir es auch. Und es ist wirklich so abgefuckt, wie man es sich vorstellt. Sehr cool.

    Irgendwann, wenn man genug Alkohol in sich hat, erreicht man einen Punkt, wo einem alles egal ist. Da würgt man schon mal die besoffene neurotische Pennerin, die man zum Tischfussballspiel eingeladen hat, weil man ein Tor geschossen hat. Da macht man schon mal einen Handstand, um das Schluckauf zu beseitigen. Da geht man schon mal gut und gerne eine halbe Stunde zu Fuss zum Flex, nur um festzustellen, dass um halb 3 noch immer Eintritt verlangt wird, und dass der Australian Hot Dog Stand wegen Renovierung geschlossen hat.

    Was renovieren die da? Das ist ne 2×2m Box. Da kann man doch keine 2 Wochen lang renovieren! Mehr als nen neuen Griller können die da nicht rein, weils ja sowieso nichts gibt. Oder wollen sie die Hütte größer machen!? Aber dann könnten sie doch sowieso nebenbei offen haben. Nein, der Australian Hot Dog Stand hat sich selbst disqualifiziert. Ich mein, die Soße in allen Ehren, aber das ist doch keine Leistung. Und die alte Australierin wirkt auch nur bei den ersten Besuchen nett. Spätestens nach dem dritten Mal geht einem ihr penetrantes englisches Gebrabbel auf den Nerv. Sie ist ja wirklich nett, aber wenn ich mit jemanden Quatschen will, ruf ich bei Rat auf Draht an, und wenn ich Englisch lernen will, fahr ich ins Ausland, oder hol mir einen Native-Speaker, aber wenn ich Essen will, geh ich zum Australian Hot Dog Stand. UNd ich geh dort wegen der Scheiß-geilen Soße vom Hot Dog hin, und nicht wegen der Alten, die lauter Schwachfug daherredet. Den zugedröhnten Kids vom Flex mag das ja gefallen, aber ein Mensch auf Alkohol kann nie in so ein Stadium des Rausches kommen, dass er ihr Gequatsche amüsant findet. Ehrlich.

    Jedenfalls kommen wir zur Grundfrage, welche eigentlich der einzige Grund war, wieso wir uns gestern ins Fluc wagten: Ist das Fluc das neue Flex!?

    Ich kann mit Sicherheit behaupten, dass dem nicht so ist. Nichts wird je diesen Platz einnehmen, den das alte Flex in unseren Herzen hatte. Klingt bitter, ist aber so. Dazu fehlt dem Fluc die Gemütlichkeit, und es fehlt jegliche Tanzmöglichkeit. Aber das Fluc bietet immerhin coole Musik, halbwegs gute Getränke und ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Außerdem haben sie nur Zwettler und Schremser, welche nie und nimmer mit dem Wieselburger mithalten können. So.

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